Kleine Räume müssen nicht gleich kleine Räume sein

 

Die Küche ist nicht sehr groß? Das Wohnzimmer hat einen ungünstigen Grundriss? Viele Eigentümer sind sich oft unsicher, wie sie solche räumlichen Gegebenheiten für den Immobilienverkauf optimal in Szene setzen. Für solche Fälle hat Einrichtungsexpertin Tina Humburg ein paar Tipps.

 

Ordnung

Alles erstes kommt es auf Ordnung an. Ordnung erzeugt Platz – Unordnung dagegen Enge. Das trifft auf alle Räume zu. Im Bad lässt es sich oft am besten erkennen. Fläschchen, Döschen, Tübchen engen den Raum ein. Sind sie dagegen gut verstaut, wirkt das Bad offener. Zusätzlich eignen sich auch besser unifarbene Stoffe als gemusterte, zum Beispiel bei Handtüchern.

 

Offene Regalflächen

Vollgestellte Regale wirken in der Regel unruhig. Können sie nicht verschlossen werden, sollten die Regalflächen zumindest aufgeräumt sein. Trick der Einrichtungsexpertin: Küchenoberschränke in anderen Zimmern als beispielsweise Sideboards nutzen. Da Küchenoberschränke weniger tief sind als gewöhnliche Sideboards, lässt sich so Platz sparen.

 

Farben

Oft gehen Eigentümer davon aus, dass helle Farben Räume größer erscheinen lassen. Dabei lässt sich durchaus mit den richtigen Akzenten noch mehr herausholen. Mit Farbakzenten kann etwas mehr „Raumtiefe“ erzeugt werden. Helle Farbtupfer vor einem dunklen Hintergrund sind hier beispielsweise gut geeignet. Mit Bildern an der Wand kann der Effekt verstärkt werden. Außerdem können dunkle Akzentfarben in Kombination mit hellen Farben beim richtigen Licht mehr Gemütlichkeit erzeugen als kalte, weiße Wände.

 

Tapeten

Mehr Raumtiefe kann ebenso mit Tapeten erzeugt werden. Hierfür gibt es Muster- oder Fototapeten mit dreidimensional wirkenden Mustern. So lässt sich ein Zimmer mit modernen ästhetischen Mustern optisch „erweitern“.

 

Möbelfarbe

Ein anderer Trick ist, Möbel fast unsichtbar zu machen. Möbel mit der gleichen Farbe oder dem gleichen Ton wie der Wand, an der sie stehen, wirken weniger auffällig. So nimmt unser Auge sie als Teil der Wand wahr. Räume wirken so ruhiger und das vermittelt einen räumlich großzügigeren Eindruck.

 

Möbelgröße

Regel Nummer Eins bei kleinen Räumen: Keine großen Möbel. Schrankwand, Ledersitzgruppe und Familienesstisch sind in kleinen Zimmern tabu. Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, dass Räume kleiner wirken, wenn die Möbel nicht zu den Raumproportionen passen.

Hat Ihre Immobilie ungewöhnliche oder sogar schwierige Grundrisse? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

 

Foto: © rashch/Depositphotos.com

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