Welcher Maklervertrag passt zu Ihnen?

Sie haben vor, eine Immobilie rechtssicher zu einem marktgerechten Preis zu verkaufen? Dann kommen Sie um einen Makler nicht herum. Indem Sie einen Profi-Makler beauftragen, stellen Sie sicher, dass Ihre Immobilie schnell einen zahlungskräftigen Käufer findet. Um die Dienste eines Maklers in Anspruch zu nehmen, müssen Sie einen Maklervertrag mit ihm abschließen – aber davon gibt es verschiedene. Welcher Varianten gibt es, und welche ist für Sie die richtige?

Der einfache Maklerauftrag

Der einfache Maklerauftrag ist ein lockerer Vertrag. Ein mündlicher Abschluss ist hier vollkommen ausreichend. Seine Dauer ist zwar zeitlich unbegrenzt, kann aber auch jederzeit vom Eigentümer gekündigt werden. Dieser Vertrag beinhaltet keine Exklusivität. Der Verkäufer kann seinen Auftrag zur Vermittlung eines Käufers für seine Immobilie also auch parallel an andere Makler weitergeben. Das hat jedoch mindestens zwei entscheidende Nachteile. Erstens: Der Makler ist hier nicht verpflichtet, aktiv zu werden. Zweitens: Kaufinteressenten werden oft skeptisch, wenn Sie feststellen, dass eine Immobilie von mehreren Maklern angeboten wird. Sie fragen sich, ob mit der Immobilie etwas nicht stimmt. Die Immobilie könnte so zum Ladenhüter werden.

Der Makleralleinauftrag

Beim Makleralleinauftrag entscheidet sich ein Eigentümer dazu, seine Immobilie ausschließlich von nur einem Makler vermarkten zu lassen. Das hat den Vorteil, dass Immobilienverkäufer sich hier auf den vollen Einsatz ihres Maklers verlassen können. Daher wird ein individueller Vertrag zwischen Verkäufer und Makler geschlossen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Makleralleinauftrag auf bestimmte Zeit abgeschlossen wird – in der Regel zwischen drei und acht Monaten. Für Immobilienverkäufer bedeutet dies, dass die Dauer des Verkaufsprozesses im Vorhinein kalkulierbar ist. Bei dieser Vertragsvariante darf der Eigentümer aber auch noch selbst einen passenden Interessenten suchen.

Der qualifizierte Alleinauftrag

Beim qualifizierten Alleinauftrag vereinbaren Verkäufer und Makler, dass die Immobilie exklusiv vom Makler vermarktet wird. Das bedeutet, dass weder der Eigentümer noch ein anderer Makler die Immobilie vermarkten darf. Für den Fall, dass der Eigentümer einen Interessenten findet, muss er ihn an seinen beauftragten Makler verweisen. Die Laufzeit des qualifizierten Alleinauftrags sieht im Grunde aus wie die des Makleralleinauftrags. Auch bei dieser Variante kann sich der Verkäufer sicher sein, dass der Makler alles daransetzen wird, die Immobilie zu verkaufen. Durch die vertraglichen Vorgaben hat der Makler darüber hinaus keine großartige Chance, die Abmachung wieder zu lösen oder gar auf die lange Bank zu schieben.

Sie möchten beim Immobilienverkauf auf der rechtssicheren Seite sein? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

https://de.wikipedia.org/wiki/Alleinauftrag

https://de.wikipedia.org/wiki/Immobilienmakler

https://de.wikipedia.org/wiki/Immobilienrecht_(Deutschland)

 

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

Weitere Beiträge

Immobilie in der Scheidung aufteilen?

Die eigene Immobilie ist großer Vermögenswert, der in Scheidungen oft Anlass zum Streit ist. Denn beide [...]

Fördermöglichkeiten für den Heizungsaustausch

  Effizientere Heizungen senken die Nebenkosten und entlasten die Umwelt. Damit möglichst viele H [...]

Woher weiß ich, ob mein Erbe wertvoll ist?

  Um zu wissen, ob ein Erbe wertvoll ist, braucht man den sogenannten Nachlasswert.  Dieser bezif [...]

Beim Umzug Kosten sparen

  Ein Umzug ist eigentlich immer mit einer Menge Stress verbunden. Für Immobilienbesitzer ist es [...]

Wie will ich im Alter wohnen?

Beim Kauf des eigenen Hauses oder der Eigentumswohnung denken die wenigsten daran, dieses später möglich [...]